Weltgebetstag

Der Weltgebetstag gilt als die größte ökumenische Bewegung weltweit und wird in Deutschland seit über 70 Jahren gefeiert. Auch in Unterschleißheim hat der Weltgebetstagsgottesdienst eine jahrzehntelange Tradition: Seit gut 30 Jahre bereiten die Teams der drei christlichen Kirchengemeinden den Gottesdienst zum Weltgebetstag vor, der in diesem Jahr in der Kirche St. Korbinian stattfand.

Glücklich sind alle, die auf Gott als Baumeister vertrauen

Der Weltgebetstag 2021 fand statt – trotz Corona-Pandemie! Das war für das Unterschleißheimer Weltgebetstag-Team die gute Nachricht. Allerdings unterlag dieser ökumenische Gottesdienst, wie derzeit alle Gottesdienste, den Corona-Beschränkungen und konnte dementsprechend nicht so gemeinschaftlich gefeiert werden, wie es die Weltgebetstag-Gottesdienste immer auszeichnet. So konnten nur wenige Team-Mitglieder beim Ablauf der Liturgie im Altarraum der kathol. Kirche St. Ulrich aktiv agieren und die GottedienstbesucherInnen konnten nur mit Mindestabstand ihre Plätze einnehmen. Trotzdem gelang es dem Team, die Weltgebetstag-Atmosphäre zu schaffen, die diesen Gottesdienst in jedem Jahr eigen ist. Die Frauen von Vanuatu, einer Inselgruppe im Pazifik, gaben 2021 die Gottesdienstordnung vor. Sie wählten das Thema „Worauf bauen wir“, ein Bibelwort aus dem 7. Kapitel des Matthäusevangeliums. Die Gottesdienstordnung orientierte sich an Erfahrungen der Bewohnerinnen Vanuatus. Ihre Nöte des Alltags wurden geschildert, ebenso wie die Auswirkungen des Klimawandels in das Leben auf der Insel eingreifen. So wird der Inselstaat jetzt immer häufiger von tropischen Stürmen heimgesucht, die große Zerstörungen anrichten. Aber auch die Schönheit Vanuatus kam zur Sprache: Die schwarzen und weißen Sandstrände, die Vielfalt von Fauna und Flora und die Lebensfreude der Menschen. Gerade der vom Weltgebetstag-Team detailreich geschmückte Altar zeigte anschaulich wieviel Schönes die von Gott geschaffene Natur in Vanuatu hervorbringt. Dazu die von einem kleinen Sängerinnenkreis unter Leitung von Herrn Berthel dargebotene Auswahl an Liedern aus Vanuatu. Das stärkte die Verbindung zu den Frauen in dem fernen Land. Gerne hätten die BersucherInnen selbst gesungen! Gerne hätten sich alle Anwesenden, wie sonst üblich, nach dem Gottesdienst zum gemütlichen Beisammensein bei landestypischen Spezialitäten getroffen! 2021 eben leider nicht möglich. Ein kleiner Ersatz dafür waren die am Ausgang verteilten verpackten Bananenkuchenstücke, kleine Origami-Vögel und Blumensamentütchen. Die ebenfalls am Ausgang gesammelte Kollekte betrug 483,50 €. Das Geld wird für Frauen- und Mädchenprojekt in der ganzen Welt verwendet.
Die Tradition des Weltgebetstags lebt – auch in Coronazeiten! Hoffen wir, dass 2022, wenn die Weltgebetstag-Ordnung von den Frauen aus Wales und Nordirland gestaltet wird, wieder freier gefeiert werden kann.

Heike Köhler; i.A. des Weltgebetstag-Team