Christi Himmelfahrt

Himmelfahrts-Psalm
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2021: Regenwetter - Himmel in die Kirche geholt

Auf einen Gottesdienst im Pfarrgarten unter freiem Himmel bei strahlendem Sonnenschein hatten wir uns gefreut. Doch es sollte anders kommen: Wegen frostiger Temperaturen und Dauerregen wurde der Gottesdienst kurzerhand in die Kirche verlagert.

Doch Pfarrerin Manuela Urbansky und Lektorin Astrid Scholz-Grün ließen mithilfe einer Stimmcollage den Himmel trotz Kirchendach ganz nah sein. Pfarrerin Urbansky intonierte sogar ein "Imagine there's no heaven", woraufhin Scholz-Grün kokett konterte: "Um Himmels willen."

Kirchenmusiker Andreas Lübke griff die musikalische Steilvorlage ebenfalls auf und intonierte an der Orgel seine Variante von John Lennons "Imagine". Auch im weiteren Gottesdienst überraschte er mit einen Orgel-Interpretationen zu Liedern wie "Stairway in Heaven" oder "Gabriellas Song" aus dem Film "Wie im Himmel". So feierten wir auch 2021 einen gelösten und stimmungsvollen Himmelfahrts-Gottesdienst. Denn auch ohne Freiluftgottesdienst gilt: "Der Himmel geht über allen auf!"

 

2020: Bei strahlendem Sonnenschein steht der Himmel offen!

In der Corona-Zeit ist vieles anders! So konnte am Himmelfahrtstag leider der gewohnte gemeinsame Gottesdienst der Kirchengemeinden des Landkreises München-Nord am Mallerthofer Kirchl nicht stattfinden. Aber einen Open-Air-Gottesdienst im Grünen gab es trotzdem - dank dem sonnigen Frühsommerwetter und des Einsatzes des Mesner-Ehepaars Salmen, das Bierbänke im Freien aufstellte. So konnte sich die Gemeinde im Kirchgarten treffen, wo ein Altar mit großem Blumenstrauß, Kerze und aus der Genezareth-Kirche geborgtem Kruzefix zur Andacht einlud. Im Sichtfeld des Altars ragte dahinter der Turm der Genezareth-Kirche in den wolkenlosen bayrischblauen Himmel. Kann man sich eine bessere Kulisse für einen Himmelfahrtsgottesdienst vorstellen?


Auch für Musik war gesorgt. Drei Generationen der Familie Halder-Weinzierl gaben dem Freiluft.-Gottesdienst mit Saxophon, Gitarre und Keyboard einen passenden Rahmen. Diese besondere Gottesdienstatmosphäre füllte Pfarrerin Manuela Urbansky mit Gottes Wort und Spiritualität. Gemeinsam mit ihr spürten die Gottesdienstbesucher den Gefühlen der Jünger nach, die Jesus an Himmelfahrt allein zurückließ. Wie wir in dieser Zeit, in der nichts mehr so ist, wie es einmal war und niemand weiß, wie es mal sein wird – wenn die Corona-Krise überwunden ist – befanden sich die Jünger in einer „Zwischenzeit“. Jesus Weggang war nun endgültig. Sie waren auf sich gestellt und befanden sich in einer Situation, die keiner von ihnen einschätzen konnte. Sie hatten Angst und Sorge, fühlten sich unsicher und ohne Halt.

Wie gut, betonte Urbansky, können wir dies gerade heute nachvollziehen. Und doch, der Predigttext aus Johannes 17 – so schwer verständlich er sich beim ersten Lesen auch gibt – enthält Verheißungen und Trost gerade für solche Zwischenzeiten: Jesus bittet und betet für uns, seine Liebe gilt uns und ist in uns. Diese Gewissheit gibt Kraft und setzt auch in „Zwischenzeiten“ positive Energien frei, die nicht nur helfen, die Krise zu überstehen sondern auch, dass in der harten Zeit Gutes und Aufmunterndes geschieht. Geborgen in der freudigen Atmosphäre des Kirchgartens konnte man an solchen Worten kaum zweifeln.