Erster Advent

Siehe, es kommt eine gute Zeit!

Den Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Advent feierte die evangelische Kirchengemeinde mit einem Festgottesdienst in der Genezareth-Kirche. Den besonderen Charakter des Gottesdienstes erkannte man nicht nur an dem großen Adventskranz mit der brennenden ersten Kerze, sondern auch an der Eingangsmusik: Das Bläserensemble 3+2 versetzte die Gottesdienstbesucher gleich in vorweihnachtliche Stimmung und begleitete auch den Gemeindegesang während des gesamten Gottesdienstes. Was gibt es Passenderes bei einem Adventsgottesdienst als ein von strahlender Bläsermusik begleitetes „Macht hoch die Tür“, gesungen von der Gemeinde?
Außer der Musik waren auch Liturgie und Predigt ganz auf den Beginn der Vorweihnachtszeit abgestimmt. Pfarrerin Manuela Urbansky sprach zu einem der Verheißungstexte aus dem Alten Testament, zu einer Bibelstelle aus dem Buch Jeremia. Jeremia lebte in einer Zeit großer Not und vieler Ängste und trotzdem sprach er von einer guten Zeit, die kommen wird. Man muss eben die Geduld haben und warten. Die Parallelen zur Gegenwart lassen sich leicht erkennen. Wir warten auf Weihnachten und darauf, dass die Zeit der Pandemie endlich überstanden ist. Urbansky beschrieb mit einfühlsamen Worten und Beispielen, was die Jeremias Zeit und unser Leben jetzt verbindet Doch dabei beließ sie es nicht - sie ermutigte uns, die Zeit des Wartens, aktiv zu gestalten und dadurch die Vorfreude auf das kommende Gute zu erhöhen. Wie schön ist es durch Dekorieren, Kerzenschein, Plätzchenbacken und vieles mehr die Wartezeit auf Weihnachten, das Warten auf die gute Zeit, zu gestalten! Es gelang Urbansky mit ihren Ausführungen banges Warten in freudige Erwartung umzuwandeln. Und eine frohe Zeit der Erwartung soll die Adventszeit ja auch sein.